Krankenhausfälle müssen zur Abrechnung mit den Krankenkassen nach den Deutschen Kodierrichtlinien verschlüsselt werden. Für Krankenhausärzte und Ärzte der Medzinischen Dienste gehört dieses verbindliche Regelwerk daher zu den grundlegenden Instrumentarien.

Datenbank der Sozialmedizinischen Expertengruppe „Vergütung und Abrechnung“

Um eine bundesweit einheitliche Anwendung sicherzustellen, erarbeitet die Gemeinschaft der Medzinischen Dienste in einem fortlaufenden Diskussions- und Abstimmungsprozess Kodierempfehlungen, die dort ansetzten, wo erfahrungsgemäß Unklarheiten und Interpretationsspielräume auftreten. Diese Kodierempfehlungen fließen in eine länderübergreifende Datenbank ein, die von der Sozialmedizinischen Expertengruppe der Gemeinschaft der Medizinischen Dienste „Vergütung und Abrechnung“ (SEG 4) gepflegt und vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) bereitgestellt wird.

Die vorliegenden Kodierempfehlungen stellen keine rechtsverbindlichen Vorgaben dar. Die Veröffentlichung soll vielmehr die Transparenz der Begutachtungen der Medizinischen Dienste fördern und somit für eine größere Verfahrenssicherheit für Krankenhäuser und Krankenkassen sorgen.