Durch das Jahr 2025
Neue Leitungen im MD Hessen
Neue Leitungen im Medizinischen Dienst Hessen
Zum 1. April 2025 übernahm Dr. Michael Tenbusch die Leitung des Geschäftsbereichs Krankenhaus beim Medizinischen Dienst Hessen.
Er folgt auf Iris Schulz, die sich nach 26 Jahren beim MD Hessen in den Ruhestand verabschiedet.
Iris Schulz prägte den Medizinischen Dienst seit 1999 in verschiedenen Führungspositionen, zuletzt seit 2020 als Geschäftsbereichsleiterin Krankenhaus.
Ihr Nachfolger Michael Tenbusch ist Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie und bereits seit 2010 als erfahrener Gutachter und Teamleiter im MD Hessen tätig.
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Steffen Euler dankte Schulz für ihren Einsatz und betonte, dass Tenbusch mit seiner Expertise die ideale Besetzung für die kommenden Herausforderungen sei.
Nach über 30 Jahren beim Medizinischen Dienst Hessen verabschiedete sich auch der Leitende Arzt Dr. Jörg van Essen in den Ruhestand.
Seit 2010 prägte er die Organisation maßgeblich – von der MDKReform bis zum Pandemie-Management. Sein Nachfolger ist seit dem 1. Februar 2025 Dr. Patrick Schunda. Der erfahrene Mediziner
ist seit 2008 im Haus tätig und leitete zuletzt die bundesweite Sozialmedizinische Expertengruppe für Hilfsmittel (SEG 5).
Patrick Schunda freut sich darauf, auf dem „bestellten Feld“ seines Vorgängers eigene Impulse für die Weiterentwicklung des Medizinischen Dienstes zu setzen.
MD Hessen On Tour
Medizinischer Dienst Hessen On Tour
Gemeinsam mit dem MD Baden-Württemberg war der Medizinische Dienst Hessen auf dem Deutschen Seniorentag in Mannheim vertreten. Im direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern standen Fragen rund um Pflege, Begutachtung und Unterstützung im Alltag im Mittelpunkt.
Auf Europas führender Messe für digitale Gesundheitsversorgung, der DMEA - Connecting Digital Health, Gesundheitsversorgung informierten sich Steffen Euler und Benjamin Blum über aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung.
Der Austausch mit Expertinnen und Experten lieferte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung digitaler Prozesse im Medizinischen Dienst.
Im September begrüßte der MD Hessen eine Delegation des südkoreanischen National Health Insurance Service. Im Mittelpunkt standen Pflege- begutachtung, Qualitätssicherung und Digitalisierung.
Der Austausch bot spannende Einblicke in unter- schiedliche Systeme und zeigte, wie internationaler Dialog zur Weiterentwicklung der Gesundheits- versorgung beitragen kann.
Beim Hessischen Krankenhaustag diskutierte der MD Hessen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesundheitswesen die Krankenhausreform. Im Mittelpunkt stand der „hessische Weg“ der Prüfung von Leistungsgruppen direkt vor Ort in den Kliniken.
Dieses Verfahren gilt als transparent, ressourcen- schonend und praxisnah und trägt zur Sicherung einer hochwertigen Versorgung bei.
Kooperationen mit den Hochschulen
Kooperationen mit den Hochschulen
Nach dem Erfolg im Vorjahr setzten der Medizinische Dienst Hessen und die Hochschule Fulda ihre Zusammen- arbeit im Sommersemester 2025 fort. Die vierteilige Vorlesungsreihe im Fachbereich Gesundheitswissenschaften wurde auf weitere Studiengänge ausgeweitet und deckt Themen wie Pflegebegutachtung und Qualitätsprüfung ab. Die praxisnahen Vorträge der MD-Expert/-innen stießen auf große Resonanz.
Koordinator Dr. Thomas Gaertner betont neben dem fachlichen Austausch auch die beruflichen Perspektiven beim MD Hessen. Eine Fortsetzung für 2026 ist bereits geplant.
Der Medizinische Dienst Hessen kooperiert seit November 2025 mit der Frankfurt University of Applied Sciences im Studiengang „Management, Pflege und Gesundheit“. Im 5. Semester erhalten Studierende praxisnahe Einblicke in die Sozialmedizin, Qualitätsprüfungen und Pflegebegutachtung. Diese Zusammenarbeit schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis und fördert das gegenseitige Verständnis.
Ein herzlicher Dank geht an Prof. Dr. Michaela Zeiß (Frankfurt UAS) sowie an Vera Gualdi und Dr. Thomas Gaertner (MD Hessen) für die erfolgreiche Koordination.
Kongresse und Jahrestagungen 2025
Kongresse und Jahrestagungen 2025
Beim Hauptstadtkongress 2025 mit über 5.000 Teilnehmenden stand die Vielfalt gesundheitspolitischer und versorgungsrelevanter Themen im Mittelpunkt. Impulse lieferten unter anderem Dr. Katharina Reich mit Einblicken in das österreichische Gesundheitssystem sowie eine kontroverse Diskussion zur Zukunft des DRG-Systems mit Nils Dehne und Prof. Dr. Andreas Schmid. Auch pflegerische Themen wie Empowerment, Prävention und der Umgang mit Gewalt gegenüber Beschäftigten wurden intensiv beleuchtet –
ein Thema, das auch die Praxis des MD Hessen zunehmend betrifft. Steffen Euler, Dr. Patrick Schunda und Vera Gualdi nahmen zahlreiche Anregungen aus den Fachpanels mit.
Auf der 70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) in Jena stellte Dr. Thomas Gaertner zwei Poster zu zentralen Versorgungsthemen vor: Zur außerklinischen Intensivpflege mit Fokus auf Weaning- und Dekanülierungspotenziale sowie zur Indikationsqualität bei kontinuierlicher Glukosemessung bei Typ-2-Diabetes.
Ziel war es, sozialmedizinische Perspektiven in die Diskussion um eine bedarfsgerechte Versorgung einzubringen. Ergänzt wurde dies durch den fachlichen Austausch mit Prof. Schuster vom MD Nord zu Verordnungsmustern von Anxiolytika, Sedativa und Hypnotika.
Bei der 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e. V. (DGSMP) in Berlin war der MD Hessen nicht nur mit mehreren Postern vertreten, sondern auch aktiv in die Programmgestaltung eingebunden.
Gemeinsam mit dem MD Nordrhein wurde ein Workshop zur Zusatz-Weiterbildung Sozialmedizin durchgeführt, der Unterschiede in den Weiterbildungsstrukturen der Bundesländer beleuchtete und Perspektiven für ein Positionspapier eröffnete.
Im Symposium zur angewandten Sozialmedizin setzte der MD Hessen Impulse für inter-disziplinäre Zusammen- arbeit.
Beim Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) in Hamburg präsentierte der MD Hessen eigene Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen.
Dr. Moritz Rau stellte erstmals Daten zu Hausbesuchen bei Kindern und Jugendlichen in der außerklinischen Intensivpflege vor und zeigte deren Bedeutung für die Versorgungsqualität.
Vera Gualdi beleuchtete die Rolle evidenzbasierter Pflege im Rahmen von Qualitäts-prüfungen und machte bestehende Defizite sichtbar.
Intern gestartet
Intern gestartet
Seit März 2025 präsentiert sich der MD Hessen mit einem neuen Karriereportal. In frischem Design und mit verbesserter Nutzerführung macht die Plattform nicht nur Stellenangebote sichtbarer, sondern vermittelt auch ein modernes Bild des Unternehmens.
Ziel ist es, qualifizierte Fachkräfte noch besser anzusprechen und den Bewerbungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten.
Neues BEM-Team. Im Juli wurde ein neues Team für das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) etabliert. Es unterstützt Mitarbeitende nach längerer Erkrankung dabei, gut und nachhaltig in den Arbeitsalltag zurückzukehren.
Dabei steht die gemeinsame Suche nach individuellen Lösungen im Mittelpunkt – mit dem Ziel, Gesundheit zu fördern und Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern.
Mit dem neuen Veranstaltungsformat „MD Hessen im Dialog“ wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Austausch und Transparenz gemacht. In den Veranstaltungen kommen Mitarbeitende des
MD Hessen mit Pflegekassen und weiteren Partnern ins Gespräch.
Dabei geht es um ein besseres gegenseitiges Verständnis, um Abläufe und um die Frage, wie Zusammenarbeit noch besser gelingen kann. Die erstenTermine wurden sehr gut angenommen.
Fachdialoge in der Versorgung. Ergänzend zum Format “MD Hessen im Dialog” fanden verschiedene Fachdialoge zu zentralen Themen der Versorgung statt – etwa zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung oder zur Begutachtung Begutachtung von Hilfsmitteln.
Im Mittelpunkt steht hier der fachliche Austausch mit Partnern im Gesundheitswesen. Ziel ist es, gemeinsam Prozesse zu verbessern und die Versorgung weiterzuentwickeln.
BGM-Lotsen. Im November wurden zudem sogenannte BGM-Lotsinnen und -Lotsen ausgebildet. Sie sind künftig erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in ihren Teams, wenn es um Gesundheit am Arbeitsplatz geht.
Mit ihrem Wissen tragen sie dazu bei, das Betriebliche Gesundheitsmanagement weiter zu stärken und wichtige Impulse direkt in die Teams zu bringen.
Projektarbeit
Projektarbeit
MDconnect. Nach dem erfolgreichen Start des Moduls „PV-Quali Pflege“ begann im September unter der Leitung von Benjamin Blum das nächste Kapitel von MDconnect.
Ein Pilotteam aus dem Geschäftsbereich Krankenhaus testet das Modul „Stationäre Begutachtung: Einzelfall- begutachtung“. Den Auftakt bildeten Schulungen durch Dr. Monika Pape, Eva Schönberger, Dominik Eberhard und Nadine Hänisch.
In drei Tagen wurden die Teilnehmenden zu Multiplikator/-innen qualifiziert und arbeiteten bereits praktisch mit dem System. „Die Tests begleiten wir zunächst als Schattenbegutachtung“, so Nadine Hänisch. Seit Ende September sorgt ein regelmäßiger Austausch für einen zügigen Übergang in den Produktivbetrieb – unterstützt durch den Servicebereich IT.
Einheitliche Prozesse als neue Grundlage: Im Oktober wurde ein zentrales Projekt im Geschäftsbereich Pflege erfolgreich abgeschlossen: die Standardisierung von Prozessen im Auftragsmanagement.
Ziel war es, unterschiedliche Arbeitsweisen standortübergreifend zu vereinheitlichen. „Standardisierung bedeutet Transparenz“, erklärt Kirsten Mehl. Gemeinsam mit den Teams wurden bewährte Abläufe identifiziert und in einem Handbuch gebündelt.
Dieses dient heute als Leitfaden – für erfahrene Mitarbeitende ebenso wie für neue Kolleginnen und Kollegen.
Trotz Herausforderungen wie Reorganisation und Personallücken gelang es, alle Beteiligten einzubinden. „Wir wollten nichts überstülpen, sondern gemeinsam entwickeln“, betont Projektleiterin Lara Veith. Das Ergebnis: Mehr Effizienz, bessere Zusammenarbeit und eine stabile Basis für die Zukunft.